„Jeeedermaaann!“ – Durch Mark und Bein geht der Ruf an den reichen Prasser. Rücksichtslos ist dieser darauf bedacht, seinen Reichtum ständig zu vermehren. Die Not seiner Gläubiger interessiert ihn nicht. Vorhaltungen seiner Mutter über seinen Lebenswandel und sein Verhältnis zu Gott ignoriert er und widmet sich lieber seiner Buhlschaft und seinen Freunden.
Doch mitten in einem festlichen Gelage ereilt ihn plötzlich der schaurige Ruf und der leibhaftige Tod kündigt ihm an, seine letzte Stunde habe geschlagen. In diesem Moment wird er sich seines schlechten Charakters bewusst und fleht um Aufschub, damit er sich einen Freund suchen kann, der mit ihm vor den Richterstuhl Gottes tritt. Schmerzvoll muss er erkennen, dass ihn alle im Stich lassen, seine Freunde und Verwandten, auch seine Buhlschaft und sogar sein in maßloser Gier zusammengeraffter Mammon verweigern ihm bei seinem schweren Gang die Gefolgschaft. Er steht allein. Nur seine kümmerlichen „Guten Werke“ – er hat fast gar nichts vorzuweisen – und der (wiedergefundene) Glaube stehen ihm bei.
Hugo von Hofmannsthals „Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ ist bekannt durch die alljährliche Aufführung mit vielen Weltstars des Theaters vor der beeindruckenden Fassade des Salzburger Doms.
Auf der Waldbühne wurde dieses Werk 1950 zur damaligen Glockenweihe erstmals inszeniert und zu einem nachhaltigen, beeindruckenden Erlebnis.
An diesen großen Erfolg will die Spielschar in diesem Jahr mit dem anspruchsvollen Stück anknüpfen.
| Personen | Darsteller |
|---|---|
| Der Herr | Ivo Speh |
| Tod | Bernhard Rebholz |
| Jedermann | Alexander Speh |
| Koch | Manuel Glaser |
| Hausvogt | Walter Stebich |
| Der gute Gesell | Armin Sauter |
| Armer Nachbar | Ivo Speh |
| Schuldknecht | Walter Kordovan |
| Schuldknechts Weib | Birgit Droxner, Karin Maichle |
| Jedermanns Mutter | Ulrike Speh, Sabine Meier |
| Buhlschaft | Birgit Wolf |
| Ein Fräulein | Manuela Kordovan, Carmen Beck-Brendle |
| Ein zweites Fräulein | Sarah Rebholz, Sonja Kordovan |
| Ein drittes Fräulein | Christel Kordovan, Sandra Kordovan |
| Dicker Vetter | Volker Badouin |
| Dünner Vetter | Harald Hahn |
| Ein Gast | Benjamin Schroeder, Johannes Henne |
| Knecht | Benjamin Schroeder, Johannes Henne |
| Der Glaube | Esther Rebholz |
| Der Mammon | Benjamin Speh |
| Die Werke | Lea Speh, Nadja Kiesewetter |
| Teufel | Benjamin Schroeder, Johannes Henne |
| Landsknechte | Frank Löffler, Otto Sauter |
| Schuldknechts Kinder | Tobias Droxner, Hannah Brendle, Nico Kärcher, Julius Maichle, Madeleine Gasser |
| Spielansager | Jürgen Maurer, Uwe Meier |
| Jedermanns Gäste | Clara Schlieske, Anne Gruber |
Spielleitung: Joachim Link
Regieassistenz: Esther Rebholz
Maske: Esther Rebholz, Nadja Kiesewetter, Lea Speh, Ulrike Speh, Birgit Wolf
Frisuren: Birgit Droxner
Requisiten: Dagmar Binder, Heidrun Gasser u.a.
Kostüme: Angelika Hasenmaile u.a.
Bühnenbildentwurf: Christoph Stauß
Bühnenbau: Alois Ott, Walter Kordovan u.a.
Bühnenmalerei: Irmhild Redemann-Bühler
Musik: Johann Speh
Technik: Dominik Hadasch, Michael Kordovan