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30.01.2012 - Rückblick Jahreshauptversammlung |
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Sigmaringendorf spielt in der Champions League
Sigmaringendorf – Auf ein äußerst erfolgreiches Jahr blickte der Theaterverein Waldbühne Sigmaringendorf in seiner Jahreshauptversammlung am vergangenen Wochenende zurück. Dabei wurde den Dorfer Schauspielern vom Präsidenten des Landesverbandes Amateurtheater Rolf Wenhardt bescheinigt: „Ihr habt euch in den vergangenen Jahren klammheimlich nach oben in die Spitzengruppe der baden-württembergischen Amateurtheater gespielt. Ja, ich möchte sagen, ihr seid in der Champions League angekommen.“
Mit über 14.000 Zuschauern wurde 2011 das beste Ergebnis aller Zeiten
erreicht. Der Stolz hierauf klang natürlich in den Jahresberichten der
Vorstandsmitglieder immer wieder an. Rolf Wenhardt, der langjährige
Präsident des Landesverbandes Amateurtheater in Baden-Württemberg war
denn auch begeistert von der guten Entwicklung des Theatervereins: „Wenn
man euch sieht, da geht einem das Herz auf“, teilte er mit, bevor er
sich unter Anspielung auf das Kinderstück des vergangenen Jahres, Pippi
Langstrumpf, den Spaß nicht verkneifen konnte: „Wenn man Pippi macht,
läuft es halt!“
Bürgermeister Alois Henne schloss sich in seinem Grußwort den positiven
Eindrücken Wenhardts an und bezeichnete die Waldbühne wiederholt als
„Aushängeschild der Gemeinde“, auf das man stolz sein könne.
Vorsitzender Walter Kordovan berichtete, dass im abgelaufenen Spieljahr
Investitionen in Bühnenanlage und Technik in Höhe von ca. 17.000 Euro
vorgenommen wurden. Er sprach den Jugendlichen um Nadja Kiesewetter, die
mit der eigenständig realisierten Winterproduktion „Die Welle“ einen
erfreulichen Erfolg feiern durften, ein großes Lob für ihr Engagement
und ihre Leistung aus. Als Wermutstropfen erwähnte Kordovan das nicht
immer störungsfreie Miteinander zwischen Theaterverein und Anwohnern und
appellierte an alle Mitglieder darauf zu achten, dass unnötiger Lärm
vor und nach den Aufführungen vermieden wird.
Jugendspielleiter Matthias Henne machte darauf aufmerksam, dass in naher
Zukunft durch Schulabschluss und Studienbeginn einige Mitwirkende des
Kinderstücks nicht mehr zur Verfügung stehen werden und warb um neue
Mitglieder ab etwa 12 Jahren. Diese könnten sich jederzeit mit ihm oder
seiner Assistentin Esther Rebholz in Verbindung setzen.
Auf den Kassenbericht, der entsprechend den guten Zuschauerzahlen auch
eine solide finanzielle Situation des Vereins darstellte, folgte die
einstimmige Entlastung der gesamten Vorstandschaft.
Rolf Wenhardt durfte nun zwei Vereinsmitglieder für ihre langjährige
Verbundenheit mit dem Theater ehren: Reiner Kernler ist seit 25 Jahren
auf der Waldbühne aktiv, als Spieler und zuletzt vor allem als
Mitarbeiter im Vorverkaufs- und Kassenteam. Johann, genannt Jack Speh
stand mit 8 Jahren erstmals auf der Bühne und konnte so mit noch nicht
einmal 60 Jahren Alter bereits die Ehrenurkunde für 50-jährige
Mitgliedschaft in Empfang nehmen. Der Verein ernannte Speh, der als
Hauptverantwortlicher den Technikbereich der Waldbühne betreut, zum
Ehrenmitglied.
Dann kam für Walter Kordovan der „traurigste Teil“ des Abends: Nach rund
30 Jahren als Bühnenmeister der Waldbühne legte Alois Ott sein Amt
nieder. Er wolle aber weiterhin für die Waldbühne aktiv bleiben, „nur
eben nicht mehr mit der Verpflichtung eines Amtes“. Ott, der bereits vor
zwei Jahren zum Ehrenmitglied des Theatervereins ernannt worden war,
erhielt zum Abschied ein Sweatshirt des Theatervereins mit dem Aufdruck
„Bühnenmeister im Ruhestand“.
Zu seinem Nachfolger wurde der ortsansässige Schreiner Achim Speker
einstimmig gewählt. Die Erleichterung, wieder einen fachkundigen Mann
für das Amt des Bühnenmeisters gefunden zu haben, stand den
Vereinsverantwortlichen sichtlich ins Gesicht geschrieben.
Mit der Verabschiedung einer in den letzten anderthalb Jahren
entwickelten Geschäftsordnung für den Theaterverein endete die
Jahreshauptversammlung in heller Vorfreude auf das Spieljahr 2012, für
das sich interessierte Neueinsteiger noch beim Theaterverein melden
können.
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